
"Obwohl der PISA-Boykott erst vor wenigen Tagen angekündigt wurde, haben sich bereits mehr Schülerinnen und Schüler am Boykott beteiligt, als erwartet", freut sich Matthias Hansy, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion. Das BIFIE bestätigte gestern auf Anfrage der "Wiener Zeitung", dass an den ersten beiden Testtagen nur 39 von 48 Tests erfolgreich durchgeführt werden konnten. "Zu dieser hohen Zahl von Total-Boykotten kommen noch einige Schulen, an denen die Testung teilweise bis merheitlichboykottiert wurde. Somit ist der erfolgreiche Anlauf unseresBoykottes nun auch von amtlicher Seite bestätigt und die PISA-Studie nach momentanem Stand nicht auswertbar", so Hansy weiter.
Nico Marchetti, österreichischer Bundesschulsprecher fühlt sichbestätigt: "Dieses Ergebnis zeigt klar, dass die Schülerinnen und Schüler unsere Forderungen nach landes- und bundesweiten schulpartnerschaftlichen Gremien mit Mitbestimmungsrecht und nach einem Stopp der Zentralmatura unterstützen. Durch jeden weiteren boykottierten Test erhöht sich der Druck der Schülerschaft an das Unterrichtsministerium, unsere Forderungen endlich umzusetzen!"
Der PISA-Test wird von der Schülerunion und der Bundesschülervertretung seit Ablauf deren Ultimatum an Bundesministerin Schmied boykottiert. Es müssen rund 15 Prozent der teilnehmenden Schulen den Test boykottieren, damit die PISA-Studie von Seiten der OECD nicht ausgewertet werden kann.
Die Schülerunion appelliert nun Bundesministerin Schmied, endlich den Interessen und Forderungen der Schülerschaft Gehör zu schenken: "Wenn die Unterrichtsministerin einen Flächenbrand an Protesten seitens der Schülerinnen und Schüler ernsthaft verhindern will, muss sie jetzt versuchen, die Wogen zu Glätten und auf die Schülerschaft zugehen. Bis jetzt hatte sie ja für boykottierende Schülerinnen und Schüler nur Geringschätzung parat", sind sich Matthias Hansy und Nico Marchetti einig.
Den offenen Brief des Bundesschulsprechers finden Sie zum Download unter: http://www.schuelerunion.at/download/pisa_boykott_offener_brief.pdf
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