
Bereits gestern hatte die Schülerunion angekündigt, einen PISA-Boykott durchzuführen, sollte die Unterrichtsministerin nicht auf das gestellte Ultimatum (1. Maßnahmen zur innerschulischen Qualitätssicherung und –verbesserung statt Feilschen um Schulstunden; 2. Keine zentrale Matura; 3. Einführung von mitbestimmenden Schulpartnergremien auf Bundes- und Landesebene) bis zum 15. April reagieren. Das Unterrichtsministerium hat dazu heute Stellung bezogen.
Amüsiert zeigt sich Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion, außerdem über die Behauptung, es handle sich beim PISA-Boykott um ein blockadefreudiges Netzwerk einer politischen Partei. Mit Verwunderung fragt Hansy daher, „ob zu diesem Netzwerk etwa auch die Sozialistische Jugend gehört, welche bisher zu einigen Schülerstreiks aufgerufen hat?“
Zur Vorgangsweise des Ministeriums meint Hansy: „Es ist verwunderlich, dass das Unterrichtsministerium die Sorgen der Schülerinnen und Schüler auf solch unseriöse Weise herunterspielt. Statt uns Schülerinnen und Schülern Gehör zu schenken, wird nun mit gewalthafter Durchsetzung gedroht.“
Mit Verwunderung sieht Hansy daher auch die Ankündigung Schmieds den § 6 Abs. 2 des BIFIE-Gesetzes mit Gewalt durchsetzen zu wollen. „Wer hat gesagt, dass wir Schülerinnen und Schüler nicht zu dem Test hingehen? Der Boykott bleibt bestehen. Für den Fall, dass die Ministerin uns zu dem Test zwingen will, werden wir alle Schülerinnen und Schüler dazu auffordern, ihren Unmut durch die fehlerhafte Beantwortung des PISA-Tests kundzutun. Hierdurch wird die gesamte österreichische Testauswertung unbrauchbar“, so Hansy. Zu den Sanktionsankündigungen des Unterrichtsministeriums fragt Hansy außerdem nach den vom Ministerium angestrebten Konsequenzen.
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