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Politische Bildung" in der Unterstufe längst überfällig

Erstmals dürfen bei Nationalratswahlen auch Jugendliche ab 16 zur Wahlurne schreiten

Die Nationalratswahl 2008 rückt immer näher und erstmals sind auch 16- und 17- Jährige, rund 93.000 Wählerinnen und Wähler, bei einer Nationalratswahl wahlberechtigt. Durch verschiedenste "Wahlzuckerl" versuchen die Parteien, die Gunst der Jungwähler auf sich zu ziehen. Die Politik wird zwar vom Großteil der Jugendlichen für wichtig erachtet, doch trotzdem sind sich einige Jugendliche nicht sicher, ob sie am 28. September ihre Stimme abgeben werden.

Politische Bildung - jetzt!
"Oft haben Jugendliche zu wenige Möglichkeiten, Erfahrungen mit der Politik zu machen. Für viele ist Politik nur ein Abstraktum ohne jeden Bezug zu den Jungwählerinnen und Jungwählern", meint der Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion Matthias Hansy. "Das ist auch der Grund, warum sich die Schülerunion bereits seit Jahren für mehr politische Bildung an Schulen einsetzt. Nur so ist es möglich, dass die Schülerinnen und Schüler einen direkten Bezug zur Politik bekommen. "Erst seit diesem Jahr gibt es 'Politische Bildung' ab der 8. Schulstufe - allerdings nur gekoppelt mit dem Geschichtsunterricht -, obwohl die Herabsetzung des Wahlalters bereits vor zwei Jahren stattgefunden hat.

Schule muss Bildungsauftrag erfüllen!
Viele der jungen Wählerinnen und Wähler sind derzeit noch unentschlossen, bei welcher Partei sie bei der Wahl am 28. September ihr Kreuz setzen werden. "Die Schule muss im Bereich Politik ihren Bildungsauftrag erfüllen und darf dies nicht allein den Medien überlassen. Die Schule sollte für Jugendliche ein Ort sein, an dem sie diskutieren können und einen objektiven Einblick in politische Geschehnisse bekommen", argumentiert auch der österreichische Bundesschulsprecher Martin Scheider. "Entscheidungen, welche die Politik heute trifft, werden unser zukünftiges Leben prägen. Deshalb sollten wir Schülerinnen und Schüler darüber informiert sein, welche Partei welche Vorhaben verwirklichen möchte, um am 28. September bewusst wählen zu können."

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