800 Schüler, Lehrer und Eltern der AHS Rahlgasse wollten heute, Donnerstag, ihren Unmut kundtun. Sie hatten die Absicht, das Gespräch mit dem Bildungsministerium und dem Wiener Stadtschulrat im Zuge eines Lehrausganges zu suchen.
Grund des Ärgers ist die Streichung von Werteinheiten für unverbindliche Übungen. Außerdem wird die Klassenschülerhöchstzahl von 25 in mehr als 50 Prozent der Klassen deutlich überschritten.
Als die politischen Verantwortlichen von den Anliegen der Schulpartner erfuhren, sprachen sie eine Weisung an die Direktorin der Schule aus: Die Schüler und Lehrer dürfen die Schule für den Lehrausgang ins Ministerium nicht verlassen.
"Kritik ist ernst zu nehmen und wichtiges Feedback von Schülern, Lehrern und Eltern in Vorhaben zu berücksichtigen. Aber BM Schmied schiebt einen Riegel vor und sperrt die Schulpartner in der Schule ein", zeigt sich Jim Lefebre, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, empört.
Die Schulpartner ließen sich jedoch von den Maßnahmen der BM nicht einschüchtern und protestierten an der Schule. Sie versammelten sich vor dem Schulgebäude und zeigten mit Plakaten auf, dass sich bis zu 34 Schüler in einer Klasse befinden.
"In einer Klasse sitzen sogar 34 Schüler. Dies hat zur Folge, dass wir den Chemie- und Biologiesaal nie benutzen können. Denn dieser ist für maximal 30 Personen bestimmt", beschwert sich Jeremy Djordjevic, Schulsprecher der AHS Rahlgasse.
Erfreut ist Christoph Girbinger, Landesschulsprecher aus Wien, denn "es ist sensationell wenn alle an einem Strang ziehen. Diese Schule beweist, dass eine starke Schulpartnerschaft der beste Weg zu einer gelebten Bildungspolitik ist. Fatal ist jedoch, wenn man sie ignoriert".
"Deshalb fordern wir die Einbindung der Schulpartner. Dies soll durch einen Landes- bzw. Bundesschulgemeinschaftsausschuss (LSGA bzw. BSGA) passieren. Wie an Schulen im Schulgemeinschaftsausschuss sollen dort landes- bzw. bundesweite Vertreter diskutieren", schlägt Lefebre vor.
"Durch die Einführung eines LSGA bzw. BSGA stellen wir sicher, dass es um einen Fortschritt im Bildungsbereich geht und nicht um Prestigeprojekte von BM Schmied", bekräftigt Lefebre abschließend.
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