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Bundesschulsprecherin Kolmann: Rote Ampel für schlechte Schulen

Conny Kolmann fordert transparente Qualitätssignale für öffentliche Vergleichbarkeit von Schulen

Schon einen Tag nach der Wahl zur Österreichischen Bundesschulsprecherin,präsentiert Conny Kolmann ihre Forderungen an die Bundesregierung. Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sie ihre Unzufriedenheit mit den halbherzigen Reformvorschlägen von BM Schmied. „Mit der neuen Reifeprüfung kennt sich kaum jemand aus, Junglehrer werden durch ein zu niedriges Einstiegsgehalt sofort demotiviert und Sitzenbleiben abschaffen ist nicht alles was die modulare Oberstufe kann!“ kritisiert Kolmann die Konzepte.

Langjährige Forderungen der Bundesschülervertretung müssen ernst genommen werden

Ein Stufenplan für die neue Reifeprüfung und gezielte Informationsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern beseitigen die derzeit vorhandene Unsicherheit und fördern eine niveauvolle Matura. Ein neues Lehrerdienstrecht welches eine flachere Lebensverdienstkurve vorsieht motiviert. „Die modulare Oberstufe soll den Schüler und seine Interessen in den Mittelpunkt stellen!“, betont die neue Bundesschulsprecherin.

Talente- und Kompetenzcheck

An der Schnittstelle zwischen Unter- und Oberstufe müssen sich Schüler zwischen einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen entscheiden. Der Talente- und Kompetenzcheck wird die Entscheidung erleichtern. Die drei Bereiche Selbstkompetenz, Sachkompetenz und Sozialkompetenz sollen in der 8. Schulstufe für jeden Schüler individuell erhoben werden. Das Ergebnis zeigt in welchen Bereichen er besonders talentiert ist und wo seine Stärken liegen. „Eine wichtige Entscheidungshilfe für den Schultyp ab der 9. Schulstufe ist dieses Individualisierungspaket. Es ist anonym und darf nicht zu einer Zwangszuweisung in den Schultyp, welcher dem Ergebnis entspricht, führen“, unterstreicht die oberste Schülervertreterin.

Qualitätsampel zur öffentlichen Schulbewertung!

„Ein transparentes Qualitätssignal gekoppelt mit Schulautonomie bringt den Fortschritt für unser Bildungssystem“, leitet Conny Kolmann ihre Forderung ein. Acht Ampelkriterien, die von einer externen Kommission überprüft werden, sollen in Zukunft auch online veröffentlicht werden.

Die acht Kriterien sind das Erreichen der Bildungsziele, das Schul- und Unterrichtsklima, das Arbeitsklima für Lehrpersonen, der Kontakt zu den Eltern, die Betreuungs- und Aufsichtsfunktion, die Schulführung, das Qualitätsmanagement sowie die Regelkonformität. Bewertet werden diese Kriterien in den drei Ampelfarben.

Diese öffentlich zugänglichen Daten sollen die autonomen Schulstandorte dazu anspornen ihr eigenes Lehrsystem zu entwickeln. Statt Weisungen von oben einfach nur durchzuführen, sollen Lehrer, Schüler und Eltern gemeinsam am Bildungsweg arbeiten. Die einzigen Rahmenbedingungen sind die vom Staat vorgegebenen Bildungsziele. „Durch die Ampelsignale fühlt sich jeder für den Schulstandort verantwortlich und gibt sein Bestes“, ist Conny Kolmann überzeugt.

„Ich möchte abschließend betonen, dass ich mich ausschließlich den Schülerinnen und Schülern verpflichtet fühle. Ich lasse mich von keiner Partei vereinnahmen – viel zu sehr schätze ich meine Unabhängigkeit“, betont Kolmann energisch.

Ein Foto zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter
http://public.ftp.schuelerunion.at/connykolmann.jpg

 

Rückfragehinweis: Österreichische Schülerunion
Conny Kolmann, Bundesschulsprecherin
Tel.: 0664 960 15 72, Mail: conny.kolmann@schuelerunion.at

  Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: daniel.perschy@schuelerunion.at

 

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