Die Österreichische Schülerunion lehnt das Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI) ab. Vor allem die Entstehungsgeschichte und die Art der Umsetzung sind Gründe weshalb die größte Schülerorganisation das VBBI nicht unterstützen kann. Ein weiterer Grund: Einige Forderungen entsprechen nicht den Vorstellungen der Schüler Österreichs!
Zu Beginn wurden Organisationen geködert und ihnen Mitspracherecht vorgetäuscht. Tatsache ist, dass im Forderungskatalog andere Positionen festgehalten sind als in den Arbeitsgruppen besprochen wurden. Wie Philipp Pinter, Bundesschulsprecher 10/11 bestätigt, war zum Beispiel die gemeinsame Schule kein Beschluss der Diskussionsgruppen.
Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, ist verärgert und betont, „damit ein Volksbegehren auch ein solches ist, muss es von den Betroffenen selbst getragen werden und nicht von Ex-Politikern, die sich selbst inszenieren.“ Ein Beweis dafür ist, dass „alle Punkte und Ideen welche die Bundesschülvertretung eingebracht hat, ignoriert wurden“, sagt er weiter.
Das VBBI fordert außerdem die Einführung von Schulpartnerräten. „Wir als Schülerunion sind für echte Mitbestimmung durch Schüler, Eltern und Lehrer auf Landes- und Bundesebene! Schulpartnerräte sind für uns keine Lösung, weil sie parteipolitische Entscheidungen als beratendes Gremium nicht verhindern können“, betont Lefebre.
Die Schülerunion fordert die Einführung eines Landes- bzw. Bundesschulgemeinschaftsausschusses. Wie direkt an der Schule können Schüler, Eltern und Lehrer hier auf Landes- bzw. Bundesebene mitbestimmen.
Wir begrüßen also autonome Schulen unter Einbeziehung der Schulpartner und die Umsetzung des echten Modulsystems, indem der Schüler Teile seiner Lerninhalte frei wählen kann.
Ein weiterer Kritikpunkt seitens der Schülerunion sind die ungeheuren Investitionen welche in Werbemittel verschwendet werden. „Das Geld könnte viel sinnvoller für direkte Maßnahmen eingesetzt werden. Die hohen Geldbeträge die in der Vermarktung der Initiative stecken, geben zu bedenken, dass möglicherweise andere als nur sachlich gerechtfertigte Interessen im Vordergrund stehen. Würde man das Geld direkt in das Bildungssystem investieren, hätten wir Schüler mehr davon“, schlägt Lefebre vor.
Mit welchen manipulativen Techniken versucht wird an Unterschriften zu gelangen zeigt der Selbsttest auf der Internetseite der Initiative. Selbst wenn man keine Forderung ansprechend findet, wird vorgeschlagen das Volksbegehren zu unterschreiben.
Auch die Initiatoren wünschen sich, dass man unterschreibt, selbst wenn man nur einen einzigen Punkt unterstützenswert findet. Lefebre findet das lächerlich und meint dazu, „ich unterschreibe auch keinen Handyvertrag wenn die Vertragsdauer passt aber Kosten zu hoch sind!"
Rückfragehinweis: Österreichische Schülerunion
Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: daniel.perschy@schuelerunion.at
Die Schülerunion ist eine ehrenamtliche Organisation die begeistert, verbindet und vereint. Sie ist sowohl Interessensvertreter der Schülerinnen und Schüler in der Bildungspolitik, als auch der größte Freundeskreis Österreichs.
Schülerinnen und Schüler sind die größte Berufsgruppe Österreichs und müssen auch dementsprechend vertreten werden. Die in Österreich einzigartige Form der Schülervertretung gliedert sich in Schul-, Landes- und Bundesebene.
Die Schülerunion führt Vertreter aller drei Ebenen zusammen, schafft einen Rahmen für den Erfahrungsaustausch und bietet ein breites Spektrum an Vernetzungs-, Entfaltungs- und Informationsmöglichkeiten an.
Die Angebote der Schülerunion lassen sich in drei Bereiche zusammenfassen. Sie setzt Aktionen, bietet Service und vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler gegenüber den politischen Verantwortungsträgern
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bundesschülervertretung. Durch konstruktive Verbesserungsvorschläge schafft es die Schülerunion bereits seit einigen Jahren treibende Kraft im höchsten Gremium der Schülervertretung zu sein.
Die Schülerunion ist eine Organisation die engagierte Jugendliche fördert und in ihren Vorhaben und Ideen unterstützt. Sei auch du dabei, nutzte deine Chance und entdecke deine Möglichkeiten!