Aufgrund des angekündigten Schülerstreiks diesen Donnerstag meldet sich nun auch die Österreichische Bundesschulsprecherin Pia Bauer, die gesetzliche Vertreterin von über 1,2 Millionen Schülerinnen und Schülern, zu Wort:
Die Bundesschülervertretung unterstützt den für diesen Donnerstag von einer politischen Jugendorganisation angekündigten Schülerstreik nicht. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler würden unter dem Vorwand, sich solidarisch mit den Audimax-Besetzern zu erweisen, für die politischen Ziele der Organisatoren instrumentalisiert werden: „Es steht jeder Schülerin und jedem Schüler frei, die Audimax-Besetzung zu befürworten oder abzulehnen. Die Bundesschülervertretung verurteilt jedoch Streikaufrufe, die auf die parteipolitische Instrumentalisierung von Schülerinnen und Schülern abzielen“, betont Pia Bauer, Österreichische Bundesschulsprecherin, im Bezug auf die angekündigten Proteste.
Wenngleich Proteste gegen schlechte Studienbedingungen an sich gerechtfertigt seien, ist die Bundesschulsprecherin bezüglich der Umsetzung skeptisch: „Ich persönlich kann den Hintergrund der Proteste zwar gut nachvollziehen, würde aber beispielsweise auch nicht die Besetzung einer Schule für die Umsetzung schulpolitischer Forderungen befürworten. Echte Veränderungen zu Wohl der Studierenden können nur am Verhandlungstisch zwischen Studentenvertretern und dem Wissenschaftsminister erzielt werden“, so Bauer weiter.
Als höchste gewählte Schülervertreterin fordert Bauer die gewählte Vertretung der Studierenden, die Österreichische Hochschülerinnen und Hochschülerschaft, auf, sich an die Spitze der Protestbewegung zu stellen und so gestärkt in die Verhandlungen mit Wissenschaftsminister Hahn zu treten. Als Grund dafür führt sie die Schülerproteste der Bundesschülervertretung gegen die Abschaffung der schulautonomen Tage im April 2009 an: „Nur eine gewählte Interessensvertretung kann Proteste auch zu einem erfolgreichen Ende bringen, wie es die Bundesschülervertretung diesen April bei den schulautonomen Tagen erfolgreich bewiesen hat. Es liegt jetzt an der ÖH, ob sie diese Chance wahrnimmt oder nicht“ so Bauer abschließend.
veröffentlicht am 04.11.2009
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