
„Es ist immer das gleiche Spiel: Sobald die Personalvertretungswahlen in die Nähe rücken, schon beginnen die Scharfmacher in der Lehrergewerkschaft wieder zu polarisieren. Diesmal sollen die Schülerinnen und Schüler als Bauernopfer im Wahlkampf hinhalten, aber das lassen wir Schülervertreter uns auf keinen Fall bieten. Der Ruf nach neuen Strafmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer passt eher in das pädagogische Mittelalter, als in die Schulpolitik des 21. Jahrhunderts“, stellt Oliver Möllner, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, klar.
Die Schülerunion spricht sich für Verhaltensvereinbarungen aus, die am Anfang des Jahres von den Schülerinnen und Schülern und dem Klassenvorstand gemeinsam unterzeichnet werden. In diesen sollen auch die Konsequenzen für etwaiges Fehlverhalten festgelegt sein, die bereits jetzt im Schulunterrichtsgesetz verankert sind und völlig ausreichen. Falls ein Lehrer dennoch härtere Strafen benötigt, um sich Autorität zu verschaffen, ist er wahrscheinlich nicht ausreichend für den Lehrberuf qualifiziert.
„Anstatt neue Strafen zu fordern, sollte sich die Lehrergewerkschaft lieber darauf konzentrieren, den Lehrberuf öffentlich angesehener zu machen. Denn nur so werden in Zukunft genügend junge Menschen, die den pädagogischen Herausforderungen der heutigen Zeit gewachsen sind, Lehrerinnen und Lehrer werden. Neue Strafen zu fordern sind eher ein Zeichen der Überforderung als der Kompetenz“, so Oliver Möllner abschließend.
veröffentlicht am 20.10.2009
Rückfragehinweis:
Oliver Möllner, Bundesobmann der Schülerunion
Tel.: 0676/888 75 301; Mail: oliver.moellner@schuelerunion.at
Stephan Mlczoch, Pressesprecher der Schülerunion
Tel.: 0676/888 75 109; Mail: stephan.mlczoch@schuelerunion.at
Die Schülerunion ist eine ehrenamtliche Organisation die begeistert, verbindet und vereint. Sie ist sowohl Interessensvertreter der Schülerinnen und Schüler in der Bildungspolitik, als auch der größte Freundeskreis Österreichs.
Schülerinnen und Schüler sind die größte Berufsgruppe Österreichs und müssen auch dementsprechend vertreten werden. Die in Österreich einzigartige Form der Schülervertretung gliedert sich in Schul-, Landes- und Bundesebene.
Die Schülerunion führt Vertreter aller drei Ebenen zusammen, schafft einen Rahmen für den Erfahrungsaustausch und bietet ein breites Spektrum an Vernetzungs-, Entfaltungs- und Informationsmöglichkeiten an.
Die Angebote der Schülerunion lassen sich in drei Bereiche zusammenfassen. Sie setzt Aktionen, bietet Service und vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler gegenüber den politischen Verantwortungsträgern
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bundesschülervertretung. Durch konstruktive Verbesserungsvorschläge schafft es die Schülerunion bereits seit einigen Jahren treibende Kraft im höchsten Gremium der Schülervertretung zu sein.
Die Schülerunion ist eine Organisation die engagierte Jugendliche fördert und in ihren Vorhaben und Ideen unterstützt. Sei auch du dabei, nutzte deine Chance und entdecke deine Möglichkeiten!