„Aktionismus in allen Ehren, aber irgendwann muss er der Vernunft weichen. Die kontinuierliche Besetzung des Audimax und die damit verbundenen Kosten und Behinderungen schadet den Studenten mehr als sie ihnen bringt. Dass jetzt aber auch noch Schülerinnen und Schüler unter dem Deckmantel der Solidarität mit den Besetzern für die politischen Forderungen einiger Splittergruppen missbraucht werden, geht eindeutig zu weit“, kommentiert Oliver Möllner, Bundesobmann der größten und mandatsstärksten Schülerorganisation Österreichs, den angekündigten „Bundesweiten Aktionstag“.
Dass Schülerinnen und Schüler nun in die Studentenproteste hineingezogen werden sollen, lehnt Oliver Möllner entschieden ab. Der Hintergrund der Proteste sei verständlich, die andauernde Besetzung des Audimax führe jedoch zu nichts: „Ich kann gut nachvollziehen, dass sich jetzt auch immer mehr Studierende von den Besetzern mit ihren unrealistischen Forderungen a la „Alles und zwar gratis“ bis hin zu mehr Dickmilch, wie es auf einem Plakat zu lesen war, abwenden. Die Proteste sind aus unserer Sicht derzeit an einer Art „point of no return“ angelangt. Nachdem niemand mit einer Bildungsmilliarde in der Tasche ins Audimax spazieren will, bleiben die zukünftigen Absichten der Besetzer unklar. Wollen sie wirklich durch eine Besetzung mit offenem Ende den Unmut aller Studierender auf sich ziehen?“, so Oliver Möllner weiter.
Weiters ist die Rolle der ÖH im Bezug auf die Protestbewegung mehr als fragwürdig: „Wieso haben die Studierenden so wenig Vertrauen in die ÖH, immerhin haben sie sie ja gewählt? Oder liegt es vielleicht doch daran, dass die derzeitige ÖH-Koalition sich als nicht in Lage erweist, die Interessen der Studierenden bestmöglich zu vertreten? Vielleicht sollten doch andere in der ÖH das Sagen haben, um die ÖH wieder zu einer starken Vertretung der Anliegen der Studierenden zu machen – so wie es die Bundesschülervertretung bei den Schülerinnen und Schülern vorzeigt?“, fragt sich Oliver Möllner angesichts der Untätigkeit der Hochschülerschaft abschließend.
veröffentlicht am 04.11.2009
Rückfragehinweis:
Oliver Möllner, Bundesobmann der Schülerunion
Tel.: 0676/888 75 301; Mail: oliver.moellner@schuelerunion.at
Stephan Mlczoch, Pressesprecher der Schülerunion
Tel.: 0676/888 75 109; Mail: stephan.mlczoch@schuelerunion.at
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