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Schülerunion zu PISA-Detailergebnissen: "BMS müssen praxisnäher werden!"

Die Österreichische Schülerunion sieht akuten Handlungsbedarf der Unterrichtsministerin

"Die Wirtschaftskrise hat besonders unter den Jugendlichen die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen lassen - und die für die beruflichen Chancen der jungen Menschen verantwortliche Ministerin stellt sich taub. Durch gezielte Verbesserungsmaßnahmen an den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) wie Berufsschulen oder Handelsschulen könnten viele vor langer Jobsuche bewahrt werden!", so Matthias Hansy, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion.

Den Stein des Anstoßes bildete ein gestern veröffentlichter Expertenbericht zur PISA-Studie 2006. Das Dokument besagt, dass Jugendlichen, die eine berufsbildende Schule besuchen, geringere Chancen auf beruflichen Erfolg hätten als beispielsweise Schülerinnen und Schüler, die eine weiterführende Schule besuchen. Die BMS bilden somit laut dem Bericht langfristig ein Auffangbecken für sozial unterprivilegierte, junge Menschen aus Migrantenfamilien, welche in ihren Ausbildungsstätten zu wenig gefördert werden würden. Um ein Abrutschen in zukünftige Arbeitslosigkeit und einen Verfall dieser Schultypen zu verhindern, sind nun Schritte von Seiten der Bildungs-ministerin dringend notwendig:

"Der erste Schritt muss eine praxisnähere Gestaltung des Unterrichts an BMS bedeuten. Durch die Verbesserung der bestehenden Konzepte der Übungsfirmen könnten die Jugendlichen beispielsweise besser auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden", fordert Matthias Hansy, Bundesobmann der größten und mandatstärksten Schülerorganisation des Landes. "Es sollten alle Schülerinnen und Schüler Österreichs für die Unterrichtsministerin von Interesse sein und nicht nur die potentielle Zielgruppe der finanziell von ihr forcierten "Neuen Mittelschule". Hier geht es um Jugendliche, deren zukünftige Chancen am Arbeitsmarkt von der Tätigkeit oder Untätigkeit der Ministerin abhängen! Darum, Frau Minister, handeln Sie im Interesse dieser jungen Menschen!", so Hansy abschließend.

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