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Schülerunion zur Schulstunden-Debatte: Drei Punkte, über die es sich lohnt, nachzudenken...

Österreichs Schülervertreterinnen und Schülervertreter fordern „Qualität statt Quantität“

Lehrermangel

Mit einer kritischen Haltung verfolgt die Schülerunion, Österreichs größte und mandatsstärkste Schülerorganisation, die Debatte über die zu unterrichtenden Stunden der Lehrerinnen und Lehrer. Bundesobmann Matthias Hansy warnt allerdings vor einer verfehlten Themenstellung: „Die es-sentielle Frage sollte nicht darauf abzielen, wieviele Stunden ein Lehrer in der Klasse steht, sondern darauf, was den Schülerinnen und Schülern im Unterricht geboten wird – alles andere ist sekundär.“ Als Reaktion möchte die Schülerunion folgende drei Aspekte in den Mittelpunkt stellen:

„Erstens: ‚Qualität statt Quantität‘ – uns Schülerinnen und Schülern ist es egal, wieviele Stunden unsere Lehrerinnen und Lehrer unterrichten. Für uns zählt qualitativer Unterricht“, so Hansy, welcher gleichzeitig betont, dass es „wohl zweifelhaft ist, dass ein Lehrer bei 10% Mehrbelastung, die gleiche Leistung erbringt, als ohne.“

„Zweitens: Die Budgetpolitik des Unterrichtsministeriums ist wohl insgesamt höchst bedenklich“, führt Hansy weiter aus. „Während auf der einen Seite bereits seit Monaten unfassbare Geldmengen in Schmieds Lieblingsprojekt Neue Mittelschule gepumpt werden – die, dieses Projekt erst recht nicht vergleichbar machen -, wird bei allen anderen bildungspolitischen Maßnahmen der Sparstift angesetzt. Aus Sicht der Schülervertretung ist diese Vorgangsweise daher nicht mitzutragen“, findet Hansy klare Worte.

„Drittens: Gesetzliche Interessensvertretungen spielen für Schmied keine Rolle“, gibt sich Hansy verärgert über die mangelnde Diskussionsbereitschaft des Ministeriums. „Es ist bedauerlich, dass das Unterrichtsministerium sich immer öfter der Methode des ‚Drüberfahrens‘ bedient, anstatt sich mit den gewählten Schulpartnern an einen Tisch zu setzen und diese Betroffenen zu Beteiligten macht“, schließt Hansy.

Rückendeckung bekommt die Schülerunion von Bundesschulsprecher Nico Marchetti: „Es ist traurig, wenn das Unterrichtsministerium einen Alleingang nach dem anderen startet. Wenn dann behauptet wird, dies alles passiere nur im Interesse der Schülerinnen und Schüler, so ist dies nichts anderes als ‚Augenauswischerei‘.“

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