
Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion, stellt fest: „Die Pläne von BM Schmied zur standardisierten Reifeprüfung alias Zentralmatura stoßen von allen Seiten auf heftige Kritik – vor allem für uns Schülerinnen und Schüler sind die Folgen allerdings verheerend. Es liegt auf der Hand, dass man von Schülerinnen und Schülern nicht verlangen kann, dass sie bei der Matura einem Standard entsprechen, wenn es in der gesamten Schullaufbahn davor noch nicht einmal annähernd einheitliche Bildungs-standards gibt. Man kann nicht den fünften Schritt vor dem ersten setzen.“
Bundesschulsprecher Nico Marchetti, Österreichs oberster gewählter Schülervertreter, führt weiter aus: „Den Schülerinnen und Schülern wurde im Rahmen der Matura im vergangen Jahr scheinbar die Möglichkeit geboten, Rückmeldung über die zentral gestellten erprobten Aufgaben im Fach Englisch zu geben. Unzählige negative Stellungnahmen waren die Konsequenz, doch auch diese konnten die bereits ins Rollen geratenen Rasenmäher des Ministeriums nicht aufhalten. Diese Reform wird ohne Rücksicht auf Verluste und ohne gemeinsamen Kurs mit den Schulpartnern durchgezogen!“
„Viele Punkte der geplanten Reform gefährden die Qualität unseres Bildungssystems und spießen sich mit der Leistungsbeurteilungsverordnung“, erklärt Hansy. „Während der gesamten Schulzeit ist es möglich die schriftlichen Misserfolge durch eine solide mündliche Prüfung auszubessern. Bei der geplanten Maturareform soll dies aber bei einer negativen schriftlichen Arbeit plötzlich nicht mehr möglich sein. Warum?“, so Hansy weiter.
Weiters sieht das Schmied-Modell vor, dass eine negative Jahresnote nicht mehr durch eine Jahresprüfung im Rahmen der mündlichen Matura ausgebessert werden kann, sondern, dass der Schüler eine Jahresprüfung im Sommer ablegen muss und erst im Herbst zur Matura antreten kann. Für Bundesobmann Hansy ist das unverständlich: „Durch diese neue und nicht nachvollziehbare Regelung würden die Betroffenen ein gesamtes Studiensemester verlieren, ohne dass sich an den Prüfungen etwas ändern wür-de, außer die Termine.“
Die beiden Schülervertreter Matthias Hansy und Nico Marchetti schließen mit einem Appell: „Wir wollen uns nicht überfahren lassen. Frau Bildungsministerin, steigen Sie von Ihrem Rasenmäher!“
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