
Österreichs Schüler haben am Ende der Hauptschule oder der 4. Klasse Gymnasium die Qual der Wahl: Über 1000 Ausbildungsschwerpunkte warten dort auf sie. Eine Orientierungswoche in der Selbstkompetenz, Sachkompetenz und Sozialkompetenz getestet werden, kann Abhilfe schaffen.
Wichtig ist, dass das Ergebnis dieser Orientierungswoche anonym zugestellt wird. Es soll die Entscheidung zwischen allgemein bildender bzw. berufsbildender Schule und Lehre erleichtern. Immerhin gibt es in Österreich über 270 Lehrberufe und mehr als 680 Fachrichtungen in berufsbildenden Schulen.
Dazu Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion: "Dieses Instrument wird den Schülerinnen und Schülern Österreichs die Entscheidung für einen Schultyp erheblich erleichtern. Blickt man in unsere Klassenzimmer stellt man fest, die Einführung dieser Orientierungsphase ist längst überfällig."

Kein Aufnahmekriterium
Diese Checks sollen im Zeitraum des ersten Semesters der achten Schulstufe stattfinden. Der Talente- und Kompetenz-Check soll jedem Schüler bei seiner Entscheidung helfen, nicht aber Kriterium für die Aufnahme in eine bestimmte Schule sein.
Teil des aktuellen Gesetzesentwurfs
Das Unterrichtsministerium präsentierte am Dienstag, den 25. Oktober 2011 ihr Gesetz zur neuen Mittelschule, es befindet sich derzeit in Begutachtung. Darin enthalten ist der Punkt "Schülerportfolio", welche sich mit der Forderung der Schülerunion und der Bundesschülervertretung "Talente- und Kompetenzcheck" deckt.
Die Bundesschulsprecherin Conny Kolmann zeigt sich erfreut über die Einigung, weist aber darauf hin, "das Schülerportfolio muss anonym sein. Auch darf es keine Zwangsentscheidung für den weiteren Bildungsweg sein." Das Schülerportfolio wird es zusätzlich zum Zeugnis in schriftlicher Form geben.
Links
PA: Schülerunion fordert Talente- und Kompetenzcheck
Entwurf des BMUKK (siehe Seite 2)
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